Lasst uns über Depressionen sprechen

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00:00:00: Lasst

00:00:00: uns über Depressionen sprechen, weil es jeden treffen kann.

00:00:05: Weil wir uns das nicht einbilden, weil wir nicht einfach nur traurig oder müde sind, weil Menschen mit Depressionen sich von außen nur eines wünschen – Verständnis!

00:00:34: Schön dass du da bist, mein Name ist Nikolas Doster und wir sprechen heute wieder über Depressione.

00:00:40: Ich bin heute auch nicht alleine, denn ich habe ein Interview geführt bzw.

00:00:45: ein Interview für euch das ich mit Corinna Merkel geführt habe darüber wie es ihr so ergangen ist mit ihren Depressionen einerseits und andererseits warum sie sich dafür entschieden hat Teilnehmerin bei der Mut-Tour zu werden die in Etappen durch ganz Deutschland tourt um aufzuklären und zu entstigmatisieren.

00:01:10: Und dabei wünsche ich euch ganz viel Freude.

00:01:15: Hallo Corinna, schön dass du da bist.

00:01:18: Hallo Nicolas!

00:01:19: Mist, ich bin schon wieder über Lukas gesteupert im Kopf.

00:01:23: Ja aber man muss sagen das ist ja das warum wir uns kennengelernt haben?

00:01:27: Du hast mich Lukas genannt und mich irgendwas über meinen Podcast gefragt als ich gerade dabei war zu gehen vom Patientenkongress der deutschen Depressionshilfe.

00:01:37: Genau, genau so war es

00:01:39: Und dann sind wir kurz ins Gespräch gekommen und du hast gesagt, ich bin bei der Mutur dabei.

00:01:44: Ich habe gesagt, lass uns doch mal darüber reden.

00:01:45: Das ist ein spannendes Thema was ihr da so macht und wo die herkommt usw.

00:01:50: Wenn ich mich jetzt richtig erinnere an unsere E-Mail Korrespondenz, bist du noch gar nicht lang wieder zu Hause oder?

00:01:59: Keine vierundzwanzig Stunden!

00:02:01: Erst mal die Frage und ich glaube, viele können was mit dem Begriff anfangen.

00:02:04: Wir sind aber eigentlich vielleicht nicht genau, was dahinter steckt und viele kennen es auch noch gar nicht Die Mutur?

00:02:10: Was ist das und wo kommt das her?

00:02:14: Die Mutter ist ein Projekt, dass sich an depressionserfahrene Menschen richtet.

00:02:19: Wir nennen uns Öffentlichkeits- und Selbsthilfeprojekt.

00:02:22: Das heißt wir fahren Menschen zusammen, die entweder eigene Depressionserfahrung haben oder als Angehörige Depression erfahren.

00:02:30: sind Kombinationen daraus oder auch wirklich Hälbende.

00:02:37: Und wir fahren auf Tandems in den Sommermonaten sehr durch Deutschland und machen in dieser Zeit ganz viel Öffentlichkeitsarbeit, es gibt sogenannte Aktionstage was so eine Art kleine Messen sind wo sich die lokalen Akteure rund um die Psyche vorstellen, wo dann das Etappentin dazu kommt.

00:02:59: Oder es gibt auch Mitpaaraktionen, wo also jeder für einen bestimmten Teil der Strecke mal kurz mitfahren kann an einem Tag.

00:03:07: Genauso gibt es Pressetermine die aber oft vorgeplant sind und die guten richten sich immer nach dem der Möglichkeit, wie kriegt man am besten Presse Termine hin?

00:03:18: Dieses Jahr sind zwölf Tannen Teams und ein Wander Team unterwegs.

00:03:23: im Moment jetzt ich stand heute ist aktuell das Wanderteam.

00:03:29: Gott, ich hab Wort-Cowderwilch in meinem Kopf.

00:03:33: Das Wanderzernien und das Etat im Team Fünf sind gerade unterwegs.

00:03:39: Ich war also Teil des Team Vier.

00:03:43: Und genau insgesamt... Also die Fahrräder fahren etwa viertausend, einhundert Kilometer quer durch Deutschland dieses Jahr.

00:03:50: Bestattet sind sie in Kasse, sind dann nach Südosten runtergefahren über Bamberg nach München München-Freiburg, Freiburg Mainz und jetzt geht's hoch.

00:04:03: Es bleibt noch westlich aber geht so ein bisschen nach dem langsamen Schwenk über die Mitte Deutschlands um dann über Minden, Hannover, Jena alle nach Berlin zu fahren.

00:04:21: und dann geht es oben weiter über Großdorpschwerin Hamburg bis nach Bremen.

00:04:28: Also eigentlich ist es dieses Jahr ein umgekehrtes S.

00:04:34: Viertausend Einhundert Kilometer, das ist ja schon auch ein Stück.

00:04:36: Wie viele Teams werden das insgesamt dann gemacht haben?

00:04:40: Dreizehn Teams.

00:04:41: Drei Zehn Teams und Einwanderteam.

00:04:44: Wow!

00:04:45: Du bist im Tandem vorne oder hinten?

00:04:48: Ich bin dieses Jahr beides gefangen.

00:04:50: Okay.

00:04:51: Ich habe vorne angefangen.

00:04:53: Das war das was ich kannte Wo ich auch letztes Mal, letztes mal ist es allerdings im Jahr zwei Tausend neunzehn gewesen, drauf festgelegt war auf rundes Gewicht.

00:05:00: Jetzt bin ich ein bisschen leichter geworden, so zwanzig Kilo ungefähr und ich hatte Durchsfahrradfahren in Herbst eine schwere Schulterverletzung.

00:05:11: da habe ich mich selber verunfallt und hab gemerkt das ist körperlich noch ganz schön heftig vorne zu fahren weil viel über dem Schultergürtel geht Mental, es ist eben aus Gründen nach sieben Jahren jetzt erst wieder meine erste Etappe gewesen.

00:05:26: Also mir ging's einfach in den letzten Jahren viel zu schlecht um aktiv mitfahren zu können und dann kam ja auch noch die Hitze dazu.

00:05:35: Wir hatten ja ein bisschen warm und das hat am ersten Tag... Das war alles zuviel.

00:05:44: also das war wirklich zuvier.

00:05:46: und dann war die erste Maßnahme dass wir überlegt haben ob es nicht die Möglichkeit gibt dass jemand anders vorne fährt und wir haben dann tatsächlich einfach im Team, im Tannem-Team getauscht.

00:05:59: Also gibt das Etatenteam und da gibt es ja auch noch das Tannentheapen.

00:06:02: Und wir haben einfach getausht und die Carla Clara ist dann vorne gefahren hat sich damit an sich ganz wohlgefühlt.

00:06:15: War für sie auch eine ganze neue Erfahrung weil sie das erste Mal jetzt dabei war.

00:06:19: also gut ab, dann so spontan einzuspringen.

00:06:23: Ich habe das auch beim ersten Mal sofort gemacht, aber ich musste.

00:06:25: Ich hatte gar keine Wahl und hinten hab' ich mich dann ganz gut gefühlt.

00:06:31: Das ist auf jeden Fall weniger Belastung für den Schulterbereich gewesen... Was das angeht ging nichts!

00:06:44: Also wenn wir es zusammenfassen, dass es ja eigentlich eine Tour die in erster Linie erstmal für Aufmerksamkeit sorgt gerade auch durch Stopps, die man da macht.

00:06:52: Dass man auch sagt das ist quasi wie so eine kleine Messig vor Ort dass sich da die Träger ein bisschen vorstellen können.

00:06:59: und auf der anderen Seite aber natürlich auch Aufklärungsarbeit weil da fährt ja ne Gruppe Fahrradfahrer, ihr seid ja schon auffällig und hält dann irgendwo in der Stadt an und hält da ne Rede.

00:07:10: also kommen auch Menschen mit in Berührung, die sonst nicht mit in berühmten gekommen wären oder?

00:07:16: Genau zum einen durch die Aktionsfahre bekommen mit uns menschlichen Berührungen die sonst mit dem Thema nicht so in Berühren gekommen werden.

00:07:22: Oft sind die eigentlich schon mit dem Thema in Berührung, aber kauen sich da gar nicht so.

00:07:28: Und wenn man bedenkt dass jeder sechste von Depressionen betroffen ist dann ist die Warteinigkeit das nahezu jeder Bundesbürger schon mal als An- oder Zugehöriger Kontakt mit Depression hatte doch relativ groß und unsere Öffentlichkeitsarbe sie.

00:07:51: Aber es sieht aber neben diesen festen Terminen und den Presseartikeln, Radio-Sendungen und Ähnlichem wo wir dabei sind.

00:07:57: auch besteht aber auch daraus dass wir tatsächlich am Wegesrand mit den Menschen in Kontakt kommen beim Einkaufen.

00:08:03: Wir haben ja also erst mal drei Tandems die sind voll beladen.

00:08:06: Die haben Bimpel dran da ist Werbung dran man sieht die Löhne irgendwie zusammen und irgendwas Komisches machen.

00:08:11: Wie machen wir was Besonderes?

00:08:13: Ja aber auch einheitlich mehr oder weniger einheitliche Trikots anders eine gleiche Farbgebung Wo dann eben Zum Beispiel drauf steht mehr Wissen für Mehrwissen und Umgang mit Depressionen oder macht stark, das steht hier glaube ich so da drauf.

00:08:32: Macht Spaß, macht Sinn, macht Mut!

00:08:36: Und wenn wir in einem Supermarkt sind und völlig würden dagegen rumlaufen weil wir uns überhaupt nicht auskennen und jemand mal fragen, dann kommt man schnell ins Gespräch.

00:08:43: und eben wenn wir uns ein Schlaf platzuchen?

00:08:47: Wenn wir schlafen nicht im Hotels, Pensionen oder auf Camping kletzen Sondern, ja wir schlafen dort wo es sich ergibt.

00:08:58: Wir haben Zelt, Schlafstark, Isomatte, Kochger, Geschirr, Lebensmittel alles dabei.

00:09:02: Wir sind also autark.

00:09:04: Wir brauchen nur einen Platz, wo wir das alles ausbreiten können.

00:09:08: und da fragen wir tatsächlich gehen wir auf die Leute zu oder rufen an In der Regel ist das abends so.

00:09:16: den Abend oder frühen Abend muss dann eingekauft werden für den Abend und dem nächsten Morgen und tagsüber.

00:09:23: Also jetzt kaufen wir täglich ein.

00:09:28: Und dann ist es meistens so, dass ein Teil einkauft, ein Teil bleibt bei den Fahrrädern und spricht Leute an.

00:09:35: Das ist eine Möglichkeit die nächste Möglichkeit hier jetzt echt zweimal erlebt haben, dass wir Leute entweder ja am Wegesrand getroffen haben, weil wir einfach viele Pausen gemacht haben durch die Hitze, die gesagt haben, was macht ihr denn?

00:09:50: Ist das ein bisschen hässlich bei der Hitze?

00:09:53: Wie schlaft ihr denn?

00:09:55: Ich habe eine Wiese, wollte bei mir über Nacht gehen.

00:09:58: Also wo uns das wirklich so entgegen gekommen ist und es ist geschenkt worden.

00:10:03: Und manchmal ist es auch tatsächlich so dass wir im Vorfeld schon gucken, wo können wir?

00:10:08: Das ist schon weit im Vorausplan.

00:10:10: Wir hatten eine Nacht, wo wirklich starker Regen für Bitter haben gesagt wurde und da war unser Bedürfnis doch ein Dach unseren Kopf zu haben Mittags schon mal geguckt, wo werden wir ungefähr sein?

00:10:26: Das war bei uns alles ein bisschen aufgelöst.

00:10:27: Weil wir aufgrund der Hitze den vorgegebenen Plan und die vorgegen eine gute Komplett verlassen haben um gesund das Ganze durchzuspielen Und haben einen Sportverein gesehen an einem See ist immer gut Stellt es sich dann leider als im Zeunter-Ammelteich heraus.

00:10:51: Haben diesen Sportverein, haben auf der Webseite geguckt.

00:10:53: Haben eine Handynummer gefunden und ich habe den angerufen.

00:10:57: Der war völlig... Wir haben so.

00:10:59: woher haben sie meine Nummer?

00:11:00: Es stellte sich dann später aus.

00:11:01: Das war der Geschäftsführer des Vereins!

00:11:05: Und hier konnten dann am Fußballplatz in das Umkleidegebäude und die ehemalige Sportgaststätte, das soll alles abgerissen werden.

00:11:12: Das ist auch in einem entsprechenden Zustand aber konnten dort übernachten, hatten die Duschen, hatten Wasser, Wir hätten in den Umkleideräumen übernachten können, wir wollten aber draußen übernachten.

00:11:25: Denn es gab eine riesengroße überdachte Terrasse und da waren wir eben auch vor dem Regensicher.

00:11:31: Es war uns allerdings zu sticke ich darunter als ihr in die Glarfsäcke geschlüpft sind.

00:11:37: Wir haben aufs Zeltaufbau verzichtet und haben uns vor dieses Dach gelebt.

00:11:44: Und die erste, die dann die ersten Regentropfen abgekriegt hat, Und alle sind so zum ließ aus den Schlafsäcken gekrochen, aufgestanden haben ihre Zeltplane nach hinten gezogen mit dem ganzen Rappel drauf.

00:11:58: Haben sich wieder hingelegt und haben weiter geschlafen.

00:12:01: Also hört es sich auch schon ein bisschen nach Abenteuer an?

00:12:04: Das ist ganz viel Abenteurer!

00:12:09: Ist das nicht raus aus der Komfortzone?

00:12:12: Wollte ich gerade sagen.

00:12:12: also es ist auch raus aus einer Komfortzone ist ja auch etwas dass bei Depressionen nicht schlecht ist oder?

00:12:17: Genau genau das ist eben der selbste Aspekt.

00:12:23: Wir sind in Gemeinschaft unterwegs.

00:12:26: Wir haben einen Tannenpartner, der auch mal ein bisschen was übernehmen kann wenn es gerade nicht so geht.

00:12:36: Wir habe einen Team in dem wir zusammen unterwegs sind und wir sind in der Natur unterwegs das auch Antidepressiv wirkt.

00:12:44: Und wir tun etwas Gutes ist einfach ein Faktor der Antidepresit wirkt Und dann haben wir eben immer wieder die Möglichkeit aus unserer Komfortzone auch mal ein bisschen rauszugehen.

00:12:57: Das habe ich dieses Jahr erst gelernt, es gibt die Komfortzone und das alles tut ihm.

00:13:05: Wenn ich mich da immer drin bewege kann nicht gut leben aber kann keine Entwicklung stattfinden.

00:13:10: großartig außerhalb der Komfort Zone gibt's dann erstmal die Lernzone.

00:13:15: was ist wenn ich meine Komfort-Zone ein bisschen verlasse noch nicht in die Gefahrenzone komme.

00:13:22: Das ist nämlich die äußerste Zone, also da wo es für mich gefährlich wird oder Stress zu hoch wird, da geht gar nichts mehr.

00:13:29: Da kann ich auch nicht lernen und nichts.

00:13:31: aber wenn ich mich in dieser Lernzone befinde mal aus der Komfortzone rausgehe dann kann ganz viel Entwicklung stattfinden und ich glaube das macht jeder der bei der Mut-Tour das Teil nimmt auch wenn es vielleicht das siebenundzwanzigste Mal ist.

00:13:46: Also so lange gibt es uns noch nicht.

00:13:48: Aber es gibt ja Menschen die fahren mehrere Schatten pro Jahr.

00:13:52: Auch dann geht man immer mal wieder aus seiner Komfortzone raus, weil es immer wieder neue Menschen sind.

00:13:56: Immer wieder neue Möglichkeiten sind, immer wieder neu strecken und immer wieder neuen Menschen auf die man trifft.

00:14:04: Und dann kann Entwicklung stattfinden.

00:14:06: Ich bin gerade ... Wie gesagt, ich bin gestern wiedergekommen.

00:14:10: Wir hatten die härteste Etappe wahrscheinlich ... Ich weiß nicht, ob's die härteste Etape jemals war, aber definitiv bislang.

00:14:15: dieses Jahr ist ja noch nichts zu Ende.

00:14:17: Kann ja nochmal so eine harte Etappekommung kommen?

00:14:20: Die heißeste mit einer... Spitzen-Temperatur von einundvierzig Grad.

00:14:25: Jetzt habe ich ein bisschen den Faden verloren, mal kurz mal nachdenken.

00:14:33: Ich hab mir bei dir beim Abenteuer und bei deiner Bevorzone.

00:14:37: Genau!

00:14:37: Und ich hab heute private Regebicht also als Ketamine was ich regelmäßig bekomme muss dann immer meine Stimmung sagen und hab gesagt mir scheint die Sonne aus dem Arsch weiß gar nicht mehr meine Stimmung ist irgendwo so sieben acht vielleicht.

00:14:52: aber höre dann sagst du da hat es noch zehn Vielleicht neuneinhalb.

00:14:58: Zehn kann ich noch nicht, aber neuneineinhalb!

00:15:03: Ja so anstrengend es auch war, so viele Selbstzweifel, die ich mitgebracht habe und auch gepflegt habe während der Etappe... So stolz bin ich jetzt, das geschafft zu haben Es für mich selber geschaffen zu haben Aber auch dass wir es als Team geschafft haben.

00:15:22: Also eine unglaubliche Starke hinlassen.

00:15:24: Wie viel Kilometer seid ihr jetzt gefahren?

00:15:26: Das kann ich gar nicht genau sagen.

00:15:28: Wir hätten dreihundertsechzig Kilometer fahren sollen.

00:15:33: Wie viel wir jetzt endlich gefahren sind, haben wir noch nicht finanziert.

00:15:36: Also bei mir lag meistens ein Checking mit.

00:15:40: Wir haben am ersten Tag vierzig Kilometern gemacht bis zur absolute... also da war nichts mehr mit Komfortzone, da war nix mehr mit Lernzone.

00:15:48: Da war wirklich Gefahrenzone.

00:15:51: Dann haben wir uns übernommen auch komplett die Zeit aus dem Blick verloren und haben dann abgebrochen Wir hätten fünfzig an dem Tag fahren sollen.

00:16:05: Und die anderen Tage sind wir, wo ich würde mal so sagen zwischen zweiundzwanzig und dreißig Kilometer gefahren.

00:16:15: Genau!

00:16:15: Und um dann die Fahrräder am Dienstag in Mainz zu haben was wichtig ist weil die Fahrräder und das ganze... Die Fahrertaschen, wie es sich die ganze... Das ganze Equipment bis auf Schlafsack und diese Mathe, das sind jeder selber mit musste dann ja auch in Mainzen sind wir am Montag länger zugefahren.

00:16:34: Das war auch wieder Abenteuer mit drei Tannelms, aber super funktioniert hat.

00:16:37: Wir haben uns genau die richtigen Züge ausgesucht.

00:16:39: Immer S-Bahn, die von Endstation bis Endstation gefahren sind.

00:16:42: also es war ganz entspannt und haben dann noch mal dreißig Kilometer gemacht weil Nutzuch fahren sie ja auch langweilig.

00:16:50: hier sind wir zum Fahrradwander und konnten am Dienstag ganz entspannend vom Groß Gerao mit einer Mitfahraktion nach Mainz fahren und uns feiern lassen.

00:17:04: War das dann auch so eine kleine Aktion dort in Mainz, oder was hat da stattgefunden?

00:17:07: Genau.

00:17:08: In Mainz hat auch ein Aktions-Tag stattgefundene haben sich ... oder waren mehrere dabei.

00:17:12: Ich glaube, es war zumindest gegen die Präsomen dabei.

00:17:18: Da war die KISS dabei also die örtliche Selbsthilfe-Kontaktstelle... Da war dabei das Selbsthilfenmobil der IKK.

00:17:33: Ich kann sie gar nicht alle aufsehen, aber es waren viele dabei.

00:17:38: Wir wurden mit halb gefrorenem Wassereis was perfekt war.

00:17:43: Dieses Stangeneis hatte richtig Slush-Konsistenz.

00:17:46: Da haben wir dann erst mal weggeatmet und kalt im Wasser und ganz viel Liebe empfangen einfach, ganz viel Herzlichkeit, ganz wie warmen Worten.

00:17:55: Und sind dann angekommen tatsächlich.

00:18:03: Ja, stehe ich mir auch schön vor.

00:18:04: Also etwas geschafft zu haben dann das so hinter sich zu lassen abzuschließen.

00:18:09: Ich lese auch hier dass es über zwei tausend achthundert ermutigende Zeitungsartikel dadurch gegeben hat und hunderte online radio oder tv Veröffentlichungen.

00:18:18: also das ist ja dann wirklich schon auch was was richtig Aufmerksamkeit schafft und doch etwas zumindest mal immer so am Rande vorbeischlittert und guckt was ist denn da los eigentlich?

00:18:28: Wir sind auch tatsächlich unterwegs, das war ganz kurios!

00:18:31: als wir nach Großgeber gefahren sind, zog ein Pedelec-Fahrer an unsere Seite und sagte, Mensch ich hab von euch heute Morgen eine Zeitung gelesen.

00:18:42: Es hat uns erwischt meinen Tandem, weil die das Dritte waren.

00:18:47: Und er sagt sich, sie haben uns in der Zeitung geredet.

00:18:48: Ja, ich habe es ganz richtig gelesen aber da war ein Bild und ihr macht doch irgendwas mit Depressionen.

00:18:54: Dann haben wir uns mit dem unterhalten, haben noch mal so beim Fahren einen Flyer rüber gereicht.

00:18:59: Er ist dann leider nicht mehr zur Mitfraktion geworden, aber sie hat ihn noch mal wirklich direkt eingeladen.

00:19:03: Wir sagten zu dir jetzt Mars, denn das ginge nicht!

00:19:06: Aber er hatte eben im Vorfeld schon von uns in der Zeitung gelesen und da wurde schon angekündigt, dass wir kommen.

00:19:14: Und dann gab es aber auch nochmal ein Zeitungsinterview mit derselben Zeitung in Großgerau... ...und dann gab's wahrscheinlich hinterher auch einen Zeitungsartikel, den ich aber noch nicht gesehen habe.

00:19:25: Aber auch das ist total schön.

00:19:27: Der hat uns schon mal von uns gelesen und kündigt, also hat es dann unterwegs getroffen und er hat sich doch gefreut dass er uns getroffen hat.

00:19:39: Jetzt ist ja so wenn jemand sagt ich möchte gerne mal mitmachen da gibt's ja zwei Wege glaube ich.

00:19:45: entweder man kann sich bei euch anschließen und sagen da gibts eine mitmach-Aktionen da können Leute mitfahren einfach mit ihrem eigenen Fahrrad an Oder man kann sich ja auch bewerben als Etappenteam-Teilnehmer.

00:20:00: Genau, also es gibt noch zwei oder drei mehr Möglichkeiten mitzufahren.

00:20:05: Es sind einmal diese Mitfahraktionen die gehen dann ein paar Stunden am Tag.

00:20:11: Die sind in der Regel vom ADAC begleitet.

00:20:14: Die gibt's an verschiedenen Orten immer wieder mal.

00:20:16: Also wir hätten glaube ich insgesamt drei oder vier gehabt.

00:20:19: eine haben wir gemacht.

00:20:24: Es gibt aber auch einen Wanderteam und da kann man täglich mitwandern.

00:20:28: Wir sind jetzt unterwegs irgendwo im Raum Frankfurt-Taunus-Gebiet, und da gibt es jeden Tag, ich meine so ab dreizehn, dreizehnt, dreißig, kann man mit denen wirklich bis zum Rest des Tages mit wandern.

00:20:42: wir nennen das immer ein bisschen die Forest Gump Wanderung.

00:20:50: Genau das sind so die zwei großen wie man einfach ganz unkompliziert mitmachen kann.

00:20:55: Und wenn man sagt, ich möchte wirklich mal an so einer Etappe zwei nehmen.

00:20:58: Ob nun wandern oder auf einem Tandem?

00:21:00: Dann kann man sich bei uns anmelden.

00:21:02: das geht ganz einfach über die Webseite www.mood-tour.de.

00:21:08: Da gibt es ein Kontaktformular und dann meldet man sich, da gibts in der Regel von Hengie jetzt halt eine Antwort mehr aus der Projektleitung.

00:21:17: schonmal somit den ersten einen zwei Infos und dann geht das auch in die Runde zu der ich auch gehöre.

00:21:26: dann machen nämlich Ehrenamtliche ein sogenanntes Kennenlerngespräch oder auch Briefinggespräche.

00:21:34: Xenophonisch, wo wir tatsächlich erst mal so ein bisschen das Vorstellen des Projekts aus ein bisschen ausloben passt der Mensch zu uns?

00:21:44: Oder nicht?

00:21:45: also die meisten passen dann erstmal.

00:21:49: aber manchmal merkt man halt auch gleich, der will eigentlich sehr einen anderen Ansatz dann merken es die Leute vielleicht auch selber.

00:21:56: Das ist auch nur ganz gut möglich, ich hatte letztes Jahr einen ... der ... das wäre überhaupt nicht gut gegangen.

00:22:07: Der hatte ... war schon länger in Erwärtsministerien aufgrund einer psychischen Erkrankung, wenn da jetzt keine Details hat aber wirklich keine Krankheitseinsicht und sein Satz war, naja irgendwas müssen wir hier schreiben?

00:22:20: Und er fährt halt so gerne Fahrrad und wollte jetzt auch mal an der Gruppe fahren.

00:22:24: Ich dachte, sollte sich vielleicht noch eine andere Gruppe suchen Aber er wollte dann zumindest mal auf, mal so ein Aktions-Tag sich angucken.

00:22:32: Es war wohl auch einer bei ihm in der Nähe oder so, wo das dann letztendlich gemacht hat weiß ich nicht... Oder noch machen wird?

00:22:38: Ich weiß gar nicht mehr, auf welcher Ecke da kam.

00:22:40: Das war für mich ein anstrengendes Gespräch, weil ich wirklich das erste Mal jemand hatte, dem ich das aktiv ausreden musste.

00:22:45: Ohne zu sagen, nee, bei uns kannst du nicht mitfahren!

00:22:49: Ja, das wollte ich auch nicht sagen.

00:22:50: Also das war schicki.

00:22:53: Aber dieses Kennenlernengespräch ist so der Erste... Kontakt mit einem richtigen, sprechenen Menschen nach dem E-Mail-Kontakt und dauert in der Regel so ein bis anderthalb Stunden.

00:23:05: Und dann können die Neuinterests oder die Neuentrissierten sich für einen sogenanntes Mitmachwochenende anmelden.

00:23:12: Das findet dann immer im April statt.

00:23:14: da gibt es drei Wochenenden wo wir bei Kassel in den Kasseler Bergen auf eine Hütte wandern.

00:23:24: keine Ahnung, sechstundachtzig Höhenmeter geht's hoch.

00:23:29: Die Yötter hat zwei Betten, keine Heizung sondern nur ein Ofen.

00:23:36: Zwei große Schlaffreunde mit Stockbetten wo man auf Schlafsäcken drauf schläft.

00:23:43: Schließend Wasser aber das kommt aus der Quelle direkt aus dem Wacht ja am Haus vorbei frießt.

00:23:48: Das muss also gefiltert oder abgekocht werden Aber wir haben Klos immerhin und es gibt kein Strom.

00:24:02: Wir sagen immer, das ist ein Mittelding zwischen der Komfortzone zu Hause.

00:24:05: Das sind die erste Lernzonen, die neu interessiert werden.

00:24:09: Ich habe Zuhause alles zur Verfügung und es ist auch nicht das was wir auf Touralltag haben sondern das ist so ein Mittelling.

00:24:19: An diesem Wochenende geht's uns gegenseitige kennenlernen.

00:24:22: also die lernen uns kennen hier lernen sie kennen.

00:24:25: Es gibt ganz viel inhaltlichen Input Es wird mal eine Interviewsituation durchgespült in Rollenspielen.

00:24:30: Es geht ein bisschen um Gewaltfreie Kommunikation, es geht ein wenig um Fahrer-Technik.

00:24:35: also wir haben auch einen Tandem dabei.

00:24:38: da gibt's die ersten Fahrversuche bevor wir losgehen.

00:24:43: ja das sind zum Beispiel Themen die es da gibt und wer dann immer noch Bock hat muss sich das immer noch zutraut der sagt dann hinterher ich will gerne mit Ich kann nur an dieser einen Etappe oder ich könnte auf Etape zwei, vier und zwölf mitfahren.

00:25:07: Ist mir relativ egal welche.

00:25:10: Und dann ist die Projektleitung dabei und so verstellt die Etappenteams zusammen Genau!

00:25:17: Und dann fährt

00:25:17: man mit.

00:25:19: Also gibt verschiedene Punkte, bei denen man einsteigen kann auch und einfach so ein bisschen mitfahren oder mitlaufen kann.

00:25:25: Ist auf der Webseite wirklich gut beschrieben?

00:25:26: Da ist jeder Ort mit jedem Datum auch versehen.

00:25:30: das kann man sich einzeln anklicken und dann sieht man da auch wie viel Uhr findet was wo genau statt und wo trifft man euch oder wo es eben vielleicht auch mehr geplant wo ist vielleicht eine Aktion.

00:25:41: Kann man sich wirklich komplett die Karte angucken?

00:25:44: wo fahrt ihr das was du ganz am Anfang schon gesagt hast dieses Umgekehrte.

00:25:47: ...

00:25:48: in Kassel geht es los, genau.

00:25:50: Und geht so durch Bayern, Baden-Württemberg und dann geht's wieder nach oben... ... kann man schön verfolgen und ich finde es ja auch schön.

00:25:57: also man kommt erstens gerade wenn man so ein bisschen in diesem depressiven... ... Schubgrade ist oder so, man kommt mal raus und man trifft Gleichgesinnte.

00:26:04: das find' ich immer gut dass man sich mal unterhalten kann.

00:26:07: Das tut immer gut Menschen zu treffen die einen verstehen

00:26:12: Ja genau, wenn jemand bei uns sagt Ich brauche mal eben Ruhe!

00:26:16: bisschen weiter weggehen oder so, wie bei mir richten Tränen aus.

00:26:20: Ich kann gar nicht mehr sagen was eigentlich los ist denn es ist Verständnis da dann wird er nicht... Oh Gott!

00:26:26: Was ist denn jetzt?

00:26:27: und kann ich das für dich tun?

00:26:29: Sondern es wird kurz gefraut.

00:26:31: also gerade wenn jemand sagt ich muss mich mal eben ein bisschen absondern Da wird kurz gefragt raus du irgendwas von uns?

00:26:39: Und dann ist das aber völlig in Ordnung weil jeder das kennt.

00:26:44: Wir haben natürlich auch mehrere Sachen in unserem Touralltag implementiert, um da vielleicht sogar vorzubeugen.

00:26:53: Wir nehmen uns zum Beispiel jeden Tag zwischen vier und fünf.

00:26:57: idealerweise, das heißt dann WUF wir um vier wie um fünf zusammensetzen an einem ruhigen Ort und einmal reflektieren was es seit dem letzten Wurf passiert in den letzten etwa vierundzwanzig Stunden, weil das verschwindet dann irgendwann auch so ein bisschen.

00:27:15: Wie das war heute erst?

00:27:17: Ja!

00:27:17: Es war erst vor zwei Stunden und dann ist jeder... Also es gibt eine Art Chronik einer erzählt einmal was ist passiert und dann is jeder reih oben dran und das wird nicht kommentiert.

00:27:30: Da gibts vielleicht mal eine Rutsfrage.

00:27:31: aber kommentieren das wird erstmal gar nicht.

00:27:34: Wie geht es Ihnen hier?

00:27:36: wie geht es dem Team?

00:27:39: Da gibt es dann so eine Reflexionsbinde und dann wird vielleicht der ein oder andere Punkt rausgegriffen, der jetzt gerade akutrelevant ist.

00:27:46: Ansonsten dürfen die Sachen auch einfach stehen bleiben.

00:27:51: das hilft sehr.

00:27:54: Das glaube ich vor allem wenn's nicht bewertet oder erklärt wird, dann ist es etwas wo man schön auch mal erzählen kann reflektieren kann sie vielleicht auch ein bisschen treiben lassen kann.

00:28:02: Es hört sich gut an!

00:28:03: Und es ist einfach ein festes Ritual.

00:28:05: also Können wir mal reden?

00:28:09: Also ich muss mich erst überwinden zu fragen, ob wir mal kurz reden können.

00:28:12: Sondern es ist einfach da.

00:28:15: Hilft auch sehr.

00:28:16: Ja,

00:28:17: glaube ich dir!

00:28:19: Wie bist du denn eigentlich darauf gekommen?

00:28:22: Ich habe eine Freundin mit der ich damals auch zusammenarbeitet habe.

00:28:26: die ist auf dem Patienten-Kongress Depression das nicht lügen in zwei tausend fünfzehn sechzehn sowas drauf gestoßen.

00:28:39: Da gab's ne einen Panel mit der Mutur, also die waren auf der Bühne und haben erzählt.

00:28:44: Und ich fand das schon total spannend.

00:28:46: Jetzt müsste ich mal überlegen... Ich glaube sie ist im Jahr zwei Tausend Siebzehn war das erste Mal mitgefahren?

00:28:50: Ja, im Jahr zweitausend siebzehnt war das ein Tatso.

00:28:55: Da war sie auch noch relativ neu bei uns.

00:28:57: Sie fährt jetzt am Wochenende irgendwie auf so eine Hütte und ähm... Was machst du da?

00:29:03: Dann wird sich etwas ein bisschen angedeutet, noch ganz zurückhaltend.

00:29:08: Als sie dann wieder kam, hat sie mehr erzählt und ich dachte, ich brauche mehr Infos.

00:29:12: Ich bin total spannend!

00:29:13: Ich habe das quasi sofort angefixt.

00:29:16: Fahrradfahren ist sowieso schon immer Teil meines Lebens.

00:29:20: Raus in seinen Zelten hätte ich gerne mehr in meinem Leben.

00:29:24: Mein Mann ist so ein Mensch... Ich brauch mein Bett, ich brauch mein Klo, ich braucht meine Dusche.

00:29:28: Außerdem ist er eher erwandert, ich zählt mich verfahrt.

00:29:34: Das lässt sich immer nur bedingt kombinieren Und mit Depressionen in die Öffentlichkeit gehen, mache ich sowieso.

00:29:44: Also, ich war super angefixt.

00:29:45: Ich dachte ja, Bewerbungsfrist ist aber schon vorbei.

00:29:48: Ich sagte ja, es wird klar!

00:29:49: Dann hat sie im nächsten Jahr so einen Februar wieder gefragt wie sieht's denn dieses Jahr aus?

00:29:54: Ich so nehm... Passt immer noch nicht.

00:29:58: Im Jahr zwei tausendneunzehn fragte sie dann wieder nach und äh... Ich hab mich umgedreht bin zu meinem Rechner gegangen und habe mich angemeldet.

00:30:11: Genau Das heißt, du bist schon öfter dabei gewesen?

00:30:17: Ich bin seit Jahrzehnten bei der Mutur dabei und auch Mitglied des inzwischen gegründeten Trägerfreien zum Mutfördern-EV.

00:30:27: Aktiv mitgefahren bin ich jetzt meine zweite Etappe.

00:30:33: Ich konnte tatsächlich, also ich bin im Jahrzehn die letzte Etape des Jahres gefahren, deswegen gab es keine Möglichkeit noch ein zweites Mal in dem Jahr zu fahren.

00:30:41: Und dann ist es bei mir, im Jahr zwanzig, komplett gecrash psychisch und wurde da noch erst mal immer schlimmer.

00:30:50: Da war eine Etappenteilnahme über die Jahre einfach nicht möglich.

00:30:54: Ich hab jedes Jahr versucht mit einem Etappenteam irgendwie mal Kontakt zu haben, also sei's ne Mitfraktion hier in der Nähe, sei ich von der Klinik... Also ich war in der Kline zu der Zeit, habe offiziell erlaubt, das vom Chefarzt gekriegt mich mit dem Etapping-Team zu treffen weil ich bei Naturtherapien ausgefallen sind.

00:31:12: Es sollte eigentlich eine Mitveraktion geben, es war ein Göttingen die an der Klinik vorbeigeführt hätte.

00:31:18: aber wegen des... ist halt wie aus Kühlbellen gegossen und das auch schon Tage vorher bis diese Mitverakktion abgesagt worden hat, dass der Tappen-Chienen wurde trotzdem von den Organisatoren so eigentlich die Gesundheitsamten noch irgendwas zu einem großen zweiten Frühstück eingeladen.

00:31:33: da war ich dann auch, hab das Team getroffen.

00:31:37: Die haben eine Nacht hier in Hannover Übernachtungsort gehabt, einmal ein Jahr.

00:31:42: Da haben wir mal unseren Garten übernachtet und so hatte ich immer irgendwie wieder Kontakt mit denen.

00:31:48: Und mich hat ganz schnell dann angefangen im Hintergrund zu engagieren also... Ich bin im Herbst-Werwunsch schon angesprochen worden ob ich nicht diese Kennlerngespräche machen würde und das habe ich die ganze Zeit gemacht unterschiedlich im Einsatz.

00:32:04: Das ist so schön, das ist eine ehrenamtliche Arbeit die kann ich selber die Belastung strukturieren.

00:32:10: also wenn in der Hauptzeit im Frühjahr es mir gerade ganz schlecht ging und nicht im Krankenhaus war oder auch so wenn's mir so schlecht ging dann hab' ich halt keine Blutungs gemacht.

00:32:20: da mussten die anderen halt ein bisschen mehr machen.

00:32:22: wir sind da ein Team und hat immer ganz gut geklappt und dieses Jahr habe ich richtig viel gebrieft.

00:32:28: dieses Jahr hatten ja auch richtig viele neu Interessierte Und genau, dann haben wir ja noch den Mutatlas.

00:32:37: Es ist ein weiteres Projekt des Vereins also eine Plattform die bundesweit alle psychosozialen Angebote bündeln möchte so was sich über eine Grafenansicht mich zu meinem Ort navigieren kann und dann sehe ich was gibt es eigentlich hier?

00:32:53: alles an Therapeuten Ärzten Ergotherapeuten, Arbeitstherapeutin, Sozialtherapeuten, Selbsthilfegruppen, sonstigen Angeboten.

00:33:07: Also alles was man sich so vorstellen kann das ist noch nicht fertig der ist aber benutzbar und in Benutzung aufbohnt.

00:33:14: Aber der wird laufend ergänzt.

00:33:16: also ich weiß nicht stand aktuell sind glaube ich die zwölftausend angebote die wir drin haben Und er wird weiter ausgebaut.

00:33:22: und da bin ich in der Qualitätsmanagement Gruppe Da ist also jemand vom Fach drinnen da ist jemand Die ist Ex-Innen-Genesungsbegleiterin und da bin ich als nur Betroffene drin.

00:33:37: Und wir werden immer wieder Fragestellungen... Entschuldigung!

00:33:47: Da werden immer Wiederfragestellung an uns herangetragen, genau das mach' ich.

00:33:53: Immer mal so Kleinigkeiten am Rande, du rinnern kannst du mal eben.

00:33:59: Der Muteatlas, da werde ich zum Beispiel auch demnächst eine eigene Podcastfolge noch mal zu machen von jemandem der da ganz tief drin ist und ein bisschen was erklären kann und zeigen kann.

00:34:11: Und was ich aber auch noch, du hast vorhin ganz nebenbei erzählt und hast ne Esketamintherapie gerade.

00:34:19: Habe ich das richtig verstanden?

00:34:21: Ja!

00:34:22: Das habe ich am Patienten... Konkretz auch gehört.

00:34:26: Also ich weiß ja schon, dass es das Funke gibt und ich habe das ja mit dem Professor Pschor auch schon mal besprochen.

00:34:31: aber erzähl doch mal, das interessiert vielleicht auch einige wie bist du da rangekommen?

00:34:36: Und wie funktioniert das?

00:34:39: Wir gingen zum Jahreswechsel.

00:34:43: Ich bin nicht in der ganz schwere Depressive so abgerutscht oder andersherum.

00:34:51: die chronische Depression hat sich sehr verschlechtert.

00:34:53: Das ist eine Schwere Das ist eine sehr schwere Wahl.

00:34:58: Dass da so aus, dass ich nur noch im Bett oder auf dem Sofa liegen und die Wand anstarren konnte.

00:35:04: Ich habe kein Fernsehen mehr gerufen, das hat mich überfordert.

00:35:06: Ich hab gelesen, war eh schon längst raus... ...ich hatte Javika Steinheit innerlich wie äußerlich.

00:35:13: es gab keine Mimik mehr Es gab keine Gefühle mehr!

00:35:19: Ich habe nur noch irgendwie versucht zu existieren bis ich wieder ins Bett gehen durfte.

00:35:29: Das war das Einzige, worüber ich geweint habe.

00:35:34: Und deshalb nichts.

00:35:35: Wir haben noch ein zweites Antidepressivomaus probiert.

00:35:39: Also das Einziel, was ich an Termin genommen habe, war Psychiater und Therapeuten.

00:35:45: Nichts hat irgendwie Erleichterung gebracht.

00:35:46: Das ging Anfang Dezember los.

00:35:49: Ich war dann sogar noch zweimal im Urlaub.

00:35:52: Ich bin über Silvester mit meiner besten Freundin und ihren drei Jungs und meinen Mann im Urlaub.

00:35:58: Ich hab dort das Gleiche gemacht, wir waren in einem Ferienhaus.

00:36:00: Das Gleiche macht was ich zu Hause gemacht habe und der fliegen oder auf dem Sofa liegen.

00:36:03: Sind's alle super mitgetragen auch die Jungs.

00:36:08: Danach waren wir noch vier Tage auf Helgoland.

00:36:10: Das hat mir noch mal alles abverlangt.

00:36:13: Und als wir dann nachhause gekommen sind ... Also ich wollte auch irgendwie durchhalten um den anderen diese Urlaube nicht zu vermiesen so ein bisschen.

00:36:22: Mit allen Ängsten, die sich dann aufgeschönt haben... Ich glaube, ich gehe dann mal morgen in die Klinik.

00:36:34: Unter anderem auch weil ich konkrete Suizidpläne hatte... ...die ich aber gar nicht umsetzen konnte,... ...weil ich dafür gar keine Energie hatte.

00:36:52: Gut so!

00:36:54: Dann bin ich in der Klinikum, in den Notaufnahmen,... ...dann wollten Sie mich erst nicht aufnehmen.

00:36:58: Der Assistenzarzt war jetzt nicht so und sie sind ja gut versorgt.

00:37:04: Dann habe ich gesagt, das sehe ich anders.

00:37:08: Mein Mann war auch dabei, der hat gesagt die nehmen ihn wieder mit.

00:37:13: Wohl eher so ein bisschen daran dass sie nicht so richtig wussten wo sie mich hinstecken sollen weil kein Bett frei war wie das so ist und auch wohl gemerkt haben naja so ein Bett auf den Gang ist jetzt für der Situation vielleicht auch nicht so eine super Idee.

00:37:27: Und dann kam der Oberarzt und hat er nochmal mit mir gesprochen.

00:37:35: Dann hat er noch mal sich mit irgendwie keine Ahnung seinen Kollegen ausgesprochen und dann hatte ich doch einen Bett.

00:37:44: Ich bin da hingegangen und mir war irgendwie so im Hinterkopf, jetzt geht eigentlich nur noch EKT.

00:37:49: Elektrokonversionstherapie.

00:37:54: Ja, die hätten wir machen können... ...und der Oberarzt von der Station auf der ich dann war, den ich sehr schätze,... ...der sagte, naja, wir können auch noch was anderes machen!

00:38:04: Sie können Ketamine kriegen.

00:38:07: Gibt es jetzt als Nahrungsspray?

00:38:08: Ist ganz gut verträglich.

00:38:11: So, okay, noch gar nicht, hab' ich noch nie von gehört.

00:38:16: Hat er mir Infomaterial gegeben.

00:38:18: Ich habe gesagt, wir sehen uns morgen wieder.

00:38:21: Sie denken mal drüber nach und dann besprechen wir das noch.

00:38:23: Und dann haben wir ganz offen Ergebnisoffen EKT- und Sprawartogabe durchgesprochen.

00:38:33: Haben das gegenübergestellt?

00:38:35: Was sind die Wirkmechanismen?

00:38:38: Was ist die Nebenwirkungen?

00:38:39: Was in den Akuten?

00:38:41: Was im Langzeitleben wirken?

00:38:44: Und ich habe dann begriffen also auch mit EKT ist ja nicht das Ende der Panistange erreicht.

00:38:49: aber Ich habe mich dann für Spravato entschieden, weil ich doch ein bisschen schiss vor diesen sehr häufigen Gedächtnisverlusten unter der EKT-Behandlung hatte.

00:39:03: Und das ist halt bei der Spravatobahndung so nicht so.

00:39:07: Die Spravatebehandlung, da mussten erst mal Voruntersuchen gemacht werden, weil die nur unter bestimmten Voraussetzungen gegeben werden darf körperlicher Seite.

00:39:13: Also man darf keine Annualismen im Hirn haben also so Aussackungen in den Ardern einen Spravato den Blutdruck in die Höhe schnellen lassen kann und dann kann so was platzen.

00:39:23: Und das möchte man dann vorher bitte einmal ausgeschlossen haben, lag aber nicht vor.

00:39:30: Dann habe ich in der Woche drauf direkt die erste Spravatogabe bekommen.

00:39:34: Das habe ich gekriegt.

00:39:38: Es passiert erst mal noch nicht so viel.

00:39:41: Am Anfang kriegte man es zweimal eine Woche.

00:39:45: Und es hat glaube ich so zwei Wochen gedauert bis sich das Erste oder ein, vielleicht war's auch schon an Nein, es war eigentlich mit der ersten Gabe.

00:39:54: Ich darf's nicht schmälern.

00:39:57: Es war mit der erste Gabe, dass ich gesagt habe, na ja... Mir gehts jetzt ein bisschen besser.

00:40:03: und man wird vorher mal gefragt wie ist die Stimmung auf einer Skala von eins bis zehn?

00:40:07: Und wie is' die Suizidalität?

00:40:09: auf einer skala von eines bis zehn?

00:40:10: und ich würde sagen, die Stimmung war vielleicht zwei und ist hinterher bei vier gewesen.

00:40:15: das war noch nicht so der Riesenerfolg aber es war immerhin ein bisschen bessere.

00:40:21: Die Suizidalität ... neun bis zehn auf sechs runter gegangen.

00:40:27: Auch deutlich?

00:40:28: Die ist relativ schnell bei null gewesen, die Suizidalität.

00:40:31: Also noch nie mehr in der Suizide gedanken und gar nichts mehr... Und die Stimmung hat sich sukzessive verbessert.

00:40:37: Die hielt dann erst so zwei drei Stunden an.

00:40:40: Dann hielt sie bis zum Rest des Tages an!

00:40:42: Dann habe ich irgendwann angefangen den Rest des Tags im Bett zu verbringen lesend.

00:40:47: Fanden die in der Klinik jetzt nicht so teuer.

00:40:49: also jemand mit Depressionen, wer den ganzen Tag im Bett liegt, das heißt soll man ja nicht machen.

00:40:55: Und ich hab dann irgendwann gesagt, lassen Sie mich bitte einfach.

00:40:58: Weil ich genieße es so, dass sich lesen kann... Ich weiß das ist morgen wieder vorbei!

00:41:04: Aber auf dieser Station ist das der einzige Ort wo ich mich gemütlich hinkuscheln kann zum Lesen.

00:41:08: Es gab kein Sofa oder so ne?

00:41:10: Es werden dann immer nur so harte Stühle gewesen.

00:41:13: Lassen sie mich bitte einfach lesen.

00:41:15: Ich versuch nochmal eine Therapie teilzunehmen aber ich will lesen!

00:41:19: Ich feiere das gerade und fahr dann am nächsten Tag wieder weg.

00:41:21: da war auch die Stimmung wieder scheiße Und ich glaube, ich habe mal einen Montags- und Donnerstags gekriegt.

00:41:28: Es hat so vier Wochen vielleicht gedauert oder fünf Wochen zum Oberarzt gesagt, den nicht auf den Gang trafen.

00:41:35: Wir sind das ja überleinbar.

00:41:38: Aber einer hilft Verwaltung von einem Termin zum Nächsten.

00:41:43: Nicht auf dem Level, auf dem es direkt nach der Gabe ist aber so dass der Effekt immer noch spülbar ist.

00:41:48: Das ist auch Sinn und Sekt der Sache.

00:41:52: Genau, das wurde dann weitergegeben.

00:41:53: Dann hat sich das tatsächlich richtig stabilisiert.

00:41:56: die Frequenz auf einmal, die Woche runtergeschraubt.

00:42:00: Und dann bin ich entlassen worden und ich hatte auch einmal ... Ich hatte auch immer Pläne!

00:42:05: Ich hatte wieder Ideen was ich mit meiner freien Zeit anfangen könnte.

00:42:09: Ich hatte Lust Dinge zu machen.

00:42:11: Ich bin nicht nur irgendwo hinmitgegangen weil mein Mann gesagt hat komm wir machen das jetzt?

00:42:15: Sondern ich habe gesagt hey ich will am Wochenende gerne das und das machen.

00:42:19: Bis der Mann mal gesagt hat äh können wir mal kurz ein bisschen den Gang runterschalten.

00:42:23: Ich krieg das Ambulant weiter muss dafür dann jedes Mal für einen halben Tag in die MAH, weil das unter ärztliche Aussicht gegeben wird.

00:42:32: Und seitdem nehme ich das und es hat für mich ganz viel geändert.

00:42:36: Also ich fühle mich wieder ... Ich fühl mich nach Jahren endlich wieder so Content in mir.

00:42:42: also Es gibt immer noch schwere Tage und auch Wochen.

00:42:49: Ich hab jetzt auch noch ein paar Belastungen dazugekriegt in den letzten Monaten.

00:42:54: Wir sind vor vierzehn Tagen umgezogen, ne drei Wochen zwei Wochen.

00:42:59: Wir haben vorher dieses Haus sechs Monate lang kernsaniert, macht man mal eben so ne?

00:43:08: Das hat ganz schön gezehrt und das ging auch auf die Psyche.

00:43:14: Nebenbei gab es dann noch Verwicklungen mit meinem Arbeitgeber den ich seit letzten Jahr Sommer, also seit einem Jahr ziemlich genau davon überzeugen möchte dass ich doch... das ist doch Sinn macht mich wieder arbeiten zu lassen.

00:43:30: ja das hat dann alles auch immer mal wieder zu Einbrüchen geführt Aber die sind immer wieder gut aufgebaut.

00:43:36: Inzwischen bin ich bei einem Fitness von drei Wochen, wir hatten schon mal vier Wochen ausprobiert.

00:43:41: Es hat nicht so gut geklappt.

00:43:43: Ich bin wieder bei drei Wochen.

00:43:45: Da habe ich noch einmal in drei Wochen einen Termin und da haben sie mich heute ein bisschen dahin überredet, dass ich dann doch den nächsten Termin mal wieder in vier Wochen habe.

00:43:56: Also soll eigentlich grundsätzlich irgendwann mal weg sein.

00:44:00: Bei den meisten ist es nach einem Jahr ungefähr, bis man's dann auch absetzt.

00:44:06: Ich brauche länger.

00:44:07: Ist so... Mal gucken, aber echter Game-Chainer.

00:44:14: Aber wird halt auch nicht... Das bekommt nicht jeder.

00:44:18: Es gibt zwei Indikationen, wenn man das bekommen kann.

00:44:21: Die eine ist na gute Solizitalität, da wird es über vier Wochen gegeben als solches Großtherapie und dann auch wieder aufgehört.

00:44:31: Und bei einer therapie-resistenten Depression, da wird es dann auch... darf's dann länger gegeben werden.

00:44:37: Das ist bei mir der Fall.

00:44:38: also in der akuten Episode müssen zwei oder mehr Antidepressiva auch im Kombination nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben.

00:44:48: Genau und ich nehme parallel und das soll man auch parallel weiterhin zwei Antidegressiver und irgendwann sollen die dann die Aufgabe erst mal wieder allein übernehmen.

00:45:03: Also spannend.

00:45:03: Also hat ihr relativ schnell, also wenn man jetzt vergleicht, relativ gut geholfen und baut sich dann anscheinend irgendwie auch so auf, dass man dann immer seltene quasi einen neuen Schub braucht und sich das dann trotzdem hält?

00:45:17: Genau!

00:45:17: Wenn ich das richtig verstanden habe oder noch richtig eine Änderung habe ist es so, dass bei Ketamin nachweisbar ist tatsächlich die Gabe von Ketanin dazu führt, Verbindung geschaffen werden, neue neuronale Wege entstehen.

00:45:35: Also die Plastizität des Gehirns zunimmt und das ist das was Antidepressiv wirkt.

00:45:42: Im Prinzip so ähnlich wie das, was das Flowgerät machte sich zu den letzten Wochen ausprobiert und begleitet habe auch da ist es ja so dass die Plasticität sich

00:45:50: verbessert.

00:45:51: Genau ich hab's interessiert verfolgt auf deine Berichte und dein Gespräch mit dem Herstellern oder Erfindern Und auch dein Erfahrungsgericht und die meiner Frau.

00:46:07: Ja, guck mal wie sich das entwickelt!

00:46:11: Wie gesagt also jeder der es jetzt nicht gehört hat ich empfehle des Gerät trotz dass ich's nicht mehr nehmen konnte.

00:46:17: aber das kann man sich in den Podcast folgen genau anhören und mir ist nur wichtig Das Parallel des Parallele ist ja, dass die Neuroplastizität sich quasi verbessern soll und anscheinend hat es ja wirklich auch einen Einfluss.

00:46:31: Und das wirft auch ein ganz neues Licht auf viele andere Angebote, die man annehmen kann, weil die Neuroplastizität sicher durch vieles verbessern lassen kann.

00:46:42: Und ja, das anscheint schon irgendwas macht, irgendwas bewirkt dass man sich dann wieder besser fühlt.

00:46:48: Dass man, so wie du es gesagt hast wahrscheinlich vielleicht auch mal wieder Pläne hat seine Träume und Wünsche vielleicht wiederfühlen kann und ein bisschen raus aus dem Loch klettern kann.

00:46:56: Genau.

00:46:56: Dass ich wieder mehr zutrauen kann.

00:46:59: So was für die Mutur zum Beispiel.

00:47:02: Wen würdest du denn jetzt die Muturt empfehlen?

00:47:04: Wer jetzt so zuhört?

00:47:05: also wenn jemand sich fragt Mensch ist das etwas für mich oder nicht?

00:47:08: Also einmal aktiv mitzumachen sozusagen

00:47:11: Ja Also erst mal grundsätzlich jedem, der Depressionserfahrung hat und das ist ganz weit gepasst.

00:47:16: Das ist nicht nur der, der selber betroffen ist sondern auch den Freundeskreis in der Familie Betroffene hat selbst Erkrankte oder vielleicht auch auf der Arbeit jedem beruflich Helfenden auf.

00:47:38: Wir schließen da keine aus.

00:47:41: Ich interessiere mich einfach für das Thema, weil es ist so ein großes Umfassungs-Thema und ich finde diese Stigmatisierung einfach, den muss ein Ende gesetzt werden.

00:47:48: Auch der ist bei uns gekommen oder die?

00:47:51: Man muss glaube ich ein bisschen mutig sein.

00:47:57: Gut ist ja nicht keine Angst zu haben sondern mit der Angst zu arbeiten.

00:48:02: Und man muss ein bisschen Autoraffinität schon haben.

00:48:09: also ich glaube dass oder die wenigsten, die zu uns kommen haben sogar keine Autorffinität gibt es auch, dann ist das Verlassen der Komfortzone so ein etwas größerer Schritt.

00:48:21: Aber man muss sich darauf einlassen können.

00:48:25: Also wer im Bauch spürt... Ich finde das schon ganz geil aber irgendwie kann ich mir das für mich gar nicht vorstellen.

00:48:33: Der kann ja schon noch mal nachdenken ob das in das Bauchgefühl da wirklich richtig ist oder ob's da nochmal ein anderes, dass mutig ist.

00:48:41: Aber wer am Bauch gleich spürts... draußen sein, mit Menschen in Kontakt sein finde ich irgendwie.

00:48:48: das spricht mich total an.

00:48:51: Ich fand dieses Öffentlichkeitsarbeitsding am Anfang so naja muss man halt mitmachen.

00:48:56: Inzwischen ist es so ziemlich richtig cool und also tut mir auch gut weil ich weiß ich gebürgt damit was.

00:49:07: Also für mich ist es um etwas Fahrradfahren.

00:49:11: das Zusammensein dass draußen sein das ist für mich Das ist wirklich der selbste Vorabenteil den zu mich gewürdigt für mich Und die Pressearbeit, dass die Gespräche am Wegesrand.

00:49:24: Das ist das was für mich unglaublich sinnstifend ist weil ich das Gefühl habe wenn ich mit einem Interview das ich gebe nur ein Mensch mehr weichere der sich aus dem Schneckenhaus raustraut und traut zu sagen ja ich hab Depression es ist eine Krankheit kann da nichts für uns keine persönliche Schwäche kein persönliches Versagen Ich bin krank aber lebe damit.

00:49:50: Dann habe ich alles richtig gemacht und alles gewonnen.

00:49:53: Und ich glaube, es sind pro Artikel vielleicht doch schon zwei oder drei gleich.

00:49:58: Vielleicht doch vier?

00:50:00: Keine Ahnung!

00:50:03: Aber deswegen ist es mir wirklich neun, das auch in die Welt rauszutragen, die Wirtschaft.

00:50:08: Genau, jeder selbst hat sich davon angesprochen fühlt, sich das vorstellen kann mit anderen Leuten unterwegs zu sein... Auch mal ein bisschen Abenteuer zu erleben, wie wir dieses Mal, wir haben wirklich viele Abenteuere erlebt.

00:50:25: Wir mussten uns unsere Routen dann ja auch am Ende selber machen, weil wir einfach von der vorgeplanten Route komplett abgewichen sind.

00:50:35: Genau ich habe dieses Mal gelernt unter freiem Himmel zu schlafen und mich trotzdem sicher zu kühlen.

00:50:42: Nicht mal mehr die schützende Hülle des Zelses um mich rum, teilweise noch nicht mehr mehr die Schützene Hülla das Schlafsack ist um mich herum, weil sie wirklich einfach so hingelegt haben.

00:50:50: Und dann irgendwann in den Mittwoch-Norgen stunden dass Schlafssack Inletten wohl über mich gezogen habe, weil selbst das Schlafsack der Sommerschlafsacks war.

00:51:01: Ja, all denen würde ich das empfehlen.

00:51:05: Guckt auf unsere Seite, guckt auf die Webseite.

00:51:07: Vielleicht verlinkst du das unten auch alles.

00:51:09: Guckt auf die Instagram-Seite.

00:51:12: Da wird aktuell immer aus den Teams berichtet.

00:51:19: Genau.

00:51:20: Meistens ist dann so das eine aus dem Team, die Social Media Aufgabe übernimmt und begleitend gleich Beiträge in Videos and Stories postet.

00:51:32: mut minus tur.de.

00:51:34: da kann man sich alles angucken.

00:51:35: und natürlich verlinke ich beides einmal die website einmal euren instagram auftritt, und ich glaube die Botschaft ist ja dass man sich wenn man irgendwie denkt könnte das was für mich sein auch einfach meldet weil man sich am ende ja durch euch durch die briefings auch wirklich sagen lassen kann Ist das so wie ich mir das vorstelle?

00:51:55: Und man kann sich ja auch ganz viel selbst aussuchen.

00:51:57: Wie viel traue ich mir zu, was kann nicht übernehmen und ich glaube jeder der dazukommt... Der bereichert ja auch irgendwo das Team.

00:52:03: Der hat wieder einen eigenen Blickwinkel, eine eigene Sichtweise bringt wieder neuen Schwung mit und ich glaub auch jede einzelne die er sich meldet geht ja auch schon aus seiner Komfortzone ein bisschen raus.

00:52:14: und ich habe in meiner Depressionszeit auch gelernt dass einschritt oder der erste Schritt ganz oft einfach, der wichtigste ist.

00:52:20: Weil danach folgen die anderen einfach von alleine.

00:52:22: wenn man dann merkt da wird man so ein bisschen mitgenommen und an die Hand genommen und genauso hört sich es bei dir ja auch an.

00:52:27: Genau!

00:52:28: Und selbst wenn man im Verlauf dieses Kennenlernprozesses und sei es beim Mitmachwochen dann nemerkst, vielleicht doch zu viel Komfortzone verlassen das geht vielleicht doch nicht.

00:52:40: Völlig in Ordnung.

00:52:42: Auch wer im Ernstfall drei Tage vor der Etappe sagt ich glaube ich schaffe's nicht.

00:52:50: Vielleicht auch weil sich die Depression wieder angekündigt hat.

00:52:54: Das kriegen wir geregelt.

00:52:55: Wir sagen mal so früh wie möglich, aber wir kriegen das gereglt und es gibt noch eine Möglichkeit.

00:53:03: wenn man sich das alles nicht zutraut also weder... Also das Projekt war total toll findet aber irgendwie mitfahren, mit wandern und eigentlich auch so eine Mitfraktion.

00:53:16: vielleicht muss ich dann sehen wie mich da... Man kann doch einfach Mitglied werden bei uns ... dann trägert für einen Mutförderlegfonds, da kostet eine Jahresmittgliedschafts ... ... auf die Standardmitgliedschaff.

00:53:28: Das sind zwei Euro pro Monat.

00:53:29: Das hilft auch

00:53:35: ganz viel!

00:53:36: Das hört sich ganz gut an.

00:53:37: Spendenbutton liegt auch ganz offen schon auf eurer ... ... Muttour-Website.

00:53:42: also wenn man sich da engagieren möchte geht das auch wunderbar.

00:53:45: Ja, Corinna.

00:53:46: Ich bedanke mich erst mal ganz herzlich, dass du uns da teilhaben hast lassen an dieser Mutur und wie es dir da so ergangen ist.

00:53:52: Und aber auch für deine Offenheit, das du uns erzählt hast einmal.

00:53:55: Wie es dir so ergangest die letzten Jahre?

00:53:57: Und wie das Esketamin bei dir wirkt?

00:54:00: Mhm!

00:54:00: Gerne.

00:54:03: Dann würde ich sagen gute Zeit, gute Besserung auch.

00:54:06: Dass das Esketamin so langsam ausgeschlichen werden kann bei gleichbleibender Laune.

00:54:10: Guter Laune!

00:54:12: Und dass du die nächste Selze genauso gut oder besser überstehst als die erste.

00:54:16: Die nächste Hitzewelle werde ich drinnen verbringen, so vorm Ventilator

00:54:23: mit

00:54:23: Eisdürfeln auf der Haut.

00:54:25: Selbst da fand ich es fast unerträglich aber wahrscheinlich besser als draußen auf dem Fahrrad zu

00:54:29: fahren oder ich werde einfach permanent im Wasser liegen.

00:54:32: Das ist eine super

00:54:33: Möglichkeit.

00:54:36: Wir mussten ja irgendwann wieder raus und weiterzukommen.

00:54:40: Aber wir kennen sie alle.

00:54:41: also wir sind sehr gut in Badestellen finden.

00:54:45: Ja ich bedanke mich bei dir dann macht's gut!

00:54:48: Wir hören uns.

00:54:49: Danke!

00:54:50: Ja, machen wir.

00:54:51: Tschüss!

00:54:54: Das war

00:54:55: Lasst

00:54:55: uns über Depression ansprechen Wenn es dir gefallen hat, wir freuen uns über dein Feedback und eine Bewertung.

00:55:04: Bitte bedenke das alles was hier besprochen wurde auf meiner eigenen Meinung oder der Meinung meiner Gäste basiert.

00:55:12: Bis zum nächsten Mal Alles Gute.